ABC Ausrüstung für Einsteiger

Die richtige ABC Ausrüstung für Einsteiger

Die ABC Ausrüstung ist fast immer die erste Anschaffung eines Tauchers. Eine gut sitzende Maske und passende Flossen sind für ein entspanntes Tauchen entscheidend. Schmerzende Füße, Krämpfe oder eine undichte Tauchmaske sind nicht nur ärgerlich, sondern können sogar gefährlich werden.

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Grundsätzliches zum Kauf der ABC Ausrüstung

Die Tauchmaske, den Schnorchel und die Tauchflossen im Set zu kaufen, ist keine gute Idee. Die Qualität stimmt bei solchen preisgünstigen Angeboten häufig nicht. Beim Tauchen ist eine optimal passende, dichte Maske sehr wichtig. Solide verarbeitete Tauchflossen mit einem guten Vortrieb erleichtern den Tauchgang und beugen schmerzenden Füssen oder Krämpfen in den Beinen vor. Die ABC Ausrüstung ist im Einzelkauf etwas teurer. Auf der anderen Seite erhält man individuelle Ausrüstungsteile, die an die Bedürfnisse des Tauchers angepasst sind. Außerdem lassen sich Qualitätsprodukte leicht gebraucht über einen Online-Marktplatz wie eBay wieder verkaufen.

Wie findet man die optimale Tauchmaske?

Es gibt prinzipiell zwei Arten von Tauchmasken: Einglas- und Zweiglasmasken. Die Einglasmaske besteht aus einem Maskenteil mit durchgängigem Glas und einem Nasenerker. Die Nase findet darin häufig wenig Platz, sodass der Rahmen auf den Nasenrücken drücken kann. Das Blickfeld der Einglasmaske ist relativ groß, man wird dadurch beim Tauchen leicht von der Sonne geblendet. Zweiglasmasken verfügen über zwei separate Gläser, von denen jedes ein Auge abdeckt. Sie haben ein kleineres Innenvolumen und lassen der Nase mehr Spielraum. Wenn Wasser eindringt, können Zweiglasmasken leichter ausgeblasen werden. Brillenträger haben zusätzlich die Möglichkeit, optische Gläser zu verwenden.

Ob man eher eine Einglas- oder eine Zweiglasmaske bevorzugt, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Viel wichtiger ist die Passform, da sich menschliche Kopfformen und Nasen teilweise beträchtlich unterscheiden. Aus diesem Grunde passt nicht jede Maske zu jedem Taucher. Am besten probiert man vor dem Kauf verschiedene Modelle aus. Eine gute Tauchmaske verfügt über einen doppelten Dichtrand aus Silikon, wodurch sie perfekt am Gesicht anliegt. Das Material ist darüber hinaus UV-beständig und antiallergisch.

Der Ansaugtest

Hat man eine geeignete Tauchmaske entdeckt, führt man am besten den sogenannten Ansaugtest durch:

  • Die Haare werden aus dem Gesicht gestrichen.
  • Man drückt die Maske leicht mit beiden Händen an das Gesicht.
  • Anschließend atmet man durch die Nase ein, hält den Atem an und lässt die Maske los.
  • Wenn die Tauchmaske optimal passt, saugt sie sich beim Einatmen am Gesicht fest und bleibt für mindestens zwei Sekunden haften.

Hat die gewählte Maske den Test bestanden, ist die Grundvoraussetzung bereits erfüllt. Als Nächstes legt man das Maskenband an und überprüft, ob irgendwo etwas drückt. Wenn auch dabei keine Probleme auftreten, hat man eine geeignete Tauchmaske gefunden.

Mehr über das Thema: Kaufberatung Tauchmaske

Der richtige Schnorchel für Taucher

Zu einer vollständigen Tauchausrüstung gehört auch ein Schnorchel. Er wird von Tauchern zwar relativ selten verwendet, es gibt jedoch Situationen, in denen er von Vorteil ist. Wenn beispielsweise an der Wasseroberfläche raue Bedingungen herrschen mit starkem Wind und hohen Wellen, verhindert ein Schnorchel, dass der Taucher Wasser schluckt. Beim Kauf seines Schnorchels sollte man darauf achten, dass er maximal 35 Zentimeter lang ist (bei Kindern 30 Zentimeter). Ansonsten kann eine Pendelatmung auftreten, bei der das ausgeatmete Kohlendioxid wieder eingeatmet wird. Zusätzlich besteht die Gefahr eines Unterdrucks in der Lunge.

Bei Schnorcheln gibt es viele Variationen. Besonders populär sind Modelle mit Ventil. Während des Tauchgangs sollte man den Schnorchel nicht am Maskenband befestigen. Da er überhaupt nicht benötigt wird, stört er nur. Für Taucher ist deshalb ein faltbarer Schnorchel sinnvoll, der während des Tauchens problemlos in einer Tasche der Tarierweste aufbewahrt werden kann. Alternativ lässt sich ein robuster Schnorchel mit Bungee-Seilen am Körper befestigen.

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Welche Flossen sind für Taucher geeignet?

Durch ihre große Oberfläche dienen Tauchflossen der Fortbewegung im Wasser. Es gibt zwei verschiedene Arten:

  • Vollfußflossen (geschlossene Flossen)
  • Geräteflossen (offene Flossen mit einem einstellbaren Fersenband)

 Die Art der Tauchflossen hängt davon ab, in welchen Gewässern getaucht wird.

Vollfußflossen

Geschlossene Flossen sind nicht eingestellbar und werden ähnlich wie ein Gummischuh angezogen. Füßlinge können dabei nicht verwendet werden. Die Flosse ist fest mit dem Fuß verbunden, wodurch eine optimale Kraftübertragung ermöglicht wird. Vollfußflossen bieten selbst keinen Schutz gegen Kälte und kommen deshalb hauptsächlich in warmen und tropischen Gewässern zum Einsatz.

Geräteflossen

Offene Flossen mit einem verstellbaren Fersenband werden beim Tauchen in kälteren Gewässern eingesetzt. Man trägt sie gemeinsam mit Füßlingen (Booties), welche die Füße gut gegen Kälte isolieren. Geräteflossen weisen eine wesentlich schlechtere Kraftübertragung auf als geschlossene Flossen. Bei Tauchgängen vom Ufer aus muss meistens zunächst ein Fußmarsch absolviert werden. Mit Füßlingen ist das überhaupt kein Problem, während man bei der Verwendung von Vollfußflossen barfuß über Stock und Stein läuft.

Das Flossenblatt

Seit den Anfängen des Tauchsports wurden viele Änderungen an den Flossen vorgenommen. Heutzutage verwendet man in der Regel breite Flossenblätter, um einen starken Vortrieb im Wasser zu erreichen. Bei Strömungstauchgängen ist eine gute Kraftübertragung vom Fuß auf die Flosse besonders wichtig. Deshalb werden im offenen Meer meistens Vollfußflossen eingesetzt.

Splitfins

Bei vielen Tauchern und Tauchshops sind Splitfins sehr beliebt. Das Flossenblatt ist in der Mitte geteilt, sodass sich der Wasserwiderstand verringert. Ein reduzierter Widerstand bedeutet gleichzeitig jedoch weniger Vortrieb. Ab einer bestimmten Trittfrequenz kann sich zusätzlich bei Splitfins ein Strudel ausbilden, der den Taucher nach hinten zieht und die Vorwärtsbewegung abbremst.

Fazit

Wer oft in heimischen Seen taucht, wird sich Geräteflossen anschaffen. Macht man hingegen im Wesentlichen Tauchgänge in wärmeren Gewässern, fällt die Wahl eher auf eine Vollfußflosse. Auf längere Sicht werden ambitionierte Taucher nicht um den Kauf beider Flossentypen herumkommen.

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