Wale oder Delfine in freier Wildbahn beobachten

Delfin und Walbeobachtung
Das beobachten der Delfine und Wale in nächster Nähe ist für viele ein großes Erlebnis. Foto: © Charlie Phillips

Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDC hat zum Start der Sommerferien einen neuen Ratgeber für verantwortungsvolle Wal- und Delfinbeobachtung herausgebracht. Für viele Menschen ist es ein lang gehegter Wunsch, einmal Wale oder Delfine in freier Wildbahn zu erleben. Der Ratgeber bietet wertvolle Hintergrundinformationen, was man bei der Auswahl des Anbieters beachten sollte und wo auf der Welt man die Meeressäuger am besten beobachten kann.




Wo kann man Wale und Delfine beobachten?

Ländertabellen geben im Ratgeber einen Überblick, zu welcher Jahreszeit man das jeweilige Urlaubsziel ansteuern sollte. Zudem werden Arten, die dort üblicherweise zu sehen sind, aufgelistet. Manche Orte bieten auch die Möglichkeit, Wale und Delfine von Land aus zu sehen – beispielsweise in Südafrika, in Zentralkalifornien oder auf Hawaii.

Wale und Delfine beobachten

Wale und Delfine kann man auch von Land aus beobachten. Foto: © Charlie Phillips

Regeln für die Walbeobachtung

Das Wohl der Tiere muss immer an erster Stelle stehen – es ist ein Privileg, Wale und Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum sehen zu dürfen. Deshalb sollten wir die Tiere so wenig wie möglich stören. In einigen Regionen gibt es Gesetze zur Walbeobachtung, die beispielsweise einen Mindestabstand festlegen. Andere Orte haben lediglich einen Verhaltenskodex, der an den guten Willen und das Gewissen der Unternehmen appelliert und rechtlich nicht bindend ist. Es gibt allerdings auch Regionen ohne Regularien, in denen die kommerzielle Walbeobachtung allen Betreibern offensteht.

Wissenschaftler ratet ab mit Walen oder Delfinen zu schwimmen

Vom Schwimmen mit Meeressäugern rät WDC ab. Boote der Anbieter müssen Personen, die mit Walen oder Delfinen schwimmen wollen, in deren Nähe absetzen. Dafür werden womöglich vorgeschriebene Mindestabstände ignoriert und die Tiere bedrängt. Wissenschaftler haben verschiedene Fälle dokumentiert, in denen Wale und Delfine sich nachweislich gestört gefühlt haben.

Verletzungsgefahr und Übertragung von Krankheiten

Außerdem besteht sowohl für Meeressäuger als auch für Schwimmer die Gefahr der Krankheitsübertragung oder Verletzung. Wale und Delfine sind groß und sehr kräftig. Ihr Verhalten ist nicht immer vorhersehbar, besonders bei Müttern mit Nachwuchs. Sie können Menschen im Wasser verletzen – aus Versehen aber auch mit Absicht, besonders wenn sie sich bedrängt fühlen.

Die Teilnahme an einer Whale Watching Tour ist also die sicherere und empfehlenswertere Möglichkeit, die faszinierenden Meeressäuger aus nächster Nähe zu erleben. Der WDC-Ratgeber ist kostenlos als PDF verfügbar.




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