Hai-Expedition in Südafrika

Hai-Expedition in Südafrika

Hai-Expedition in Südafrika. Foto: © Mike Horn

22 neue Meeresschutzgebiete in Südafrika geplant

Nur 0.5% der Küstenregion Südafrikas steht momentan unter Schutz. Bis 2028 sollen es 15% des Gebietes sein. Die südafrikanische Regierung plant derzeit 22 neue Meeresschutzgebiete, die sich hauptsächlich an der Westküste des Landes entlangziehen. Über die genaue Lage der Gebiete wird derzeit noch debattiert, jedoch spielt der Nachweis gewisser Meerestiere eine wichtige Rolle im Prozess.

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Shark Spotters – auf der Suche nach dem Siebenkiemerhai

Die Organisation Shark Spotters und Forscherin Dr. Allison Kock macht es sich derzeit zur Aufgabe, in den möglichen Gebieten bestimmte Haiarten nachzuweisen, um so eine Deklaration der Schutzgebiete voranzutreiben. Im Oktober wird sie zu einer viertägigen Forschungsexpedition westlich von Kapstadt aufbrechen und hoffentlich Exemplare des Siebenkiemerhais finden. Begleitet wird ihr Team vom Abenteurer Mike Horn, sowie 10 jungen Erwachsenen aus der ganzen Welt. An Board von Horns Segelyacht Pangaea sollen Haie mit Transpondern markiert werden, um später nachvollziehen zu können, in welchen Küstenabschnitten sie sich aufhalten.

Haiforschungsprojekt in Südafrika

Die viertägige Forschungsexpedition ist die erste dieser Art an der südafrikanischen Westküste. Obwohl Kock und ihr Team Siebenkiemerhaie in diesem Teil des Ozeans vermuten, ist es nicht sicher, dass diese auch tatsächlich gefunden werden. Die Expedition ist eine wahre Explorationsexpedition und damit ganz im Sinne von Abenteurer Mike Horn. Dieser lebt den Pioniergeist, mit dem das Team nun auf die Suche nach Haien gehen wird. Horn gehört zu den bekanntesten Extremsportlern der Welt und hat es sich auf seiner derzeitigen Expedition Pole2Pole360° zum Ziel gesetzt, die Erde entlang eines Längengrades zu umrunden und dabei in Gebiete vorzudringen, die nur wenige Menschen vor ihm bereist haben. Teil dieser Expedition wird eine Solodurchquerung der Antarktis und Arktis sein. Um die Schönheit und Fragilität der Natur zu zeigen, dürfen ihn auf Teiletappen junge Erwachsene begleiten und gemeinsam an ökologischen Kurzprojekten teilnehmen. Das erste stattfindende Projekt ist nun das Haiforschungsprojekt in Südafrika.

Operation Phakisa Proposed Marine Protected Areas Network

Grafik: © Operation Phakisa

Schutz von Haien

Die jungen Teilnehmer des Projektes kommen aus einer Vielzahl verschiedener Länder und Fachrichtungen. Es sind Meeresbiologen, Politikwissenschafter, Mediziner, Journalisten und Naturwissenschaftler. Zusammen bilden sie ein interdisziplinäres Team, das sich mit dem Schutz von Haien aus verschiedenen Perspektiven beschäftigen wird. Ziel des Projektes ist es einerseits, an der Westküste lebende Haie nachzuweisen und gleichzeitig auf deren Schutzbedürftigkeit hinzuweisen. Der Schutz der Meere ist jedoch ein internationales Thema und bedarf der Zusammenarbeit aller Küstennationen. Diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen und nachvollziehbar zu machen, wird eine Aufgabe der Gruppe sein.

Horn vertritt die Meinung, dass man die Natur nur schützen möchte, wenn man sie kennt und eine emotionale Verbindung aufgebaut hat. Wichtiger Bestandteil des Projektes ist somit auch das Erleben von Haien. Diese mit eigenen Augen sehen, zu beobachten, vielleicht sogar mit einigen Exemplaren zu tauchen. Die Vorfreude auf dieses wissenschaftliche Abenteuer ist groß. Vielleicht kann das Team um Allison Kock und Mike Horn tatsächlich seinen Teil dazu beitragen, weitere 22 Meeresschutzgebiete in Südafrika auszuweisen.

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