Bonaire – die einzigartigen Mangrovenwälder der Lac Bay

Lagune in Bonaire

Lagune in Bonaire "Lac Bay". Foto: © ChrisDutchlingo - Fotolia.com

Die größte Lagune in Bonaire „Lac Bay“

Die Lac Bay auf Bonaire ist die größte Lagune der ehemaligen Niederländischen Antillen. Sie beeindruckt durch ihre faszinierenden Mangrovenwälder, die ursprünglichsten der ganzen Karibik. Trotz des strengen Naturschutzes kann man die Mangroven in geführten Touren mit dem Kajak erkunden. Auch Schnorcheln ist hier erlaubt.

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Bonaire – die Lagune Lac Bay

Im Süden von Bonaire liegt die eindrucksvolle Lagune Lac Bay. In ihrem südlichen Teil befindet sich die Halbinsel Sorobon, die als Surf- und Badeparadies bekannt ist. Rund um die Halbinsel Cai im Norden der Lagune präsentiert sich die unberührte Natur der Mangrovenwälder. Der Besuch ist ein Muss für jeden Bonaireurlauber.

Da die meisten Straßen in diesem Gebiet nicht asphaltiert sind, ist es sinnvoll, einen Geländewagen zu mieten. Auf dem Weg von Sorobon nach Cai begegnet man häufig wilden Ziegen und Eseln. Sie sind sehr neugierig, wenn ein Auto anhält. Bringt man den Eseln ein paar Möhren mit, fressen sie sogar aus der Hand. Nach der Abzweigung von der Hauptstraße erreicht man nach wenigen Kilometern das Mangrove Info Center. Dort erhält man allgemeine Informationen über das Habitat und kann geführte Kajak- und Schnorcheltouren buchen. Lac Bay gehört zum Bonaire National Marine Park, der von der STINAPA verwaltet wird. Zum Kajak fahren und Schnorcheln ist eine kostenpflichtige Genehmigung notwendig. Die Plakette erlaubt auch das Tauchen in den Riffen von Bonaire und Klein Bonaire.

Bonaire – Berge von Schneckenschalen in Cai

Der idyllische Ort Cai, der auch Lac Cai genannt wird, ist ein echter Geheimtipp Bonaires. Inmitten von Mangroven liegt eine Ansammlung weniger Hütten sowie ein Restaurant. Im Wasser dümpeln einige Fischerboote, auf denen sich oft Pelikane niederlassen. Sonntags treten in Cai verschiedene Musiker und Tänzer auf.

Wer zum ersten Mal hierher kommt, kann es zuerst kaum glauben: bis zu vier Meter hohe Berge von Schalen, die am Strand der Lagune herumliegen. Sie werden oft für Muscheln gehalten, sind aber in Wirklichkeit Schneckenschalen. Die Große Fechterschnecke (Riesen-Flügelschnecke) war früher in der Karibik als Delikatesse sehr begehrt. Die als „Conch“ bezeichneten Gehäuse gehören zu den größten, die es auf der Welt gibt. Sie wurden als Souvenirs an Urlauber verkauft. Seit Bonaire zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, ist das Sammeln und Verkaufen von Schneckengehäusen verboten. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen dürfen Touristen sie auch nicht in die EU einführen.

Schnorcheln durch die Mangrovenwälder von Bonaire

Schnorcheln durch die Mangrovenwälder von Bonaire. Foto: © kleinermann82 – Fotolia.com

Geführte Kajaktouren in den Mangroven

Die fantastischen Mangrovenwälder der Lac Bay liegen rund um die Halbinsel Cai. Da die Lagune ein Teil des Naturschutzgebietes von Bonaire ist, sind nur geführte Touren erlaubt. Das Mangrove Info Center bietet von Montag bis Samstag Ausflüge mit dem Kajak an, die eine oder zwei Stunden dauern. Eine vorherige Reservierung ist empfehlenswert.

Die Mangroven mit den dort lebenden Großen Fechterschnecken und den grünen Meeresschildkröten sind streng geschützt. An den Wurzeln der Bäume wachsen zahllose Austern. Bereits vom Kajak aus kann man Mangrovenquallen im Wasser entdecken. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Fangmethode werden sie auch als „Upside-down Jellyfisch“ bezeichnet. Sie schwimmen mit den Nesseln nach oben, während sie nach Plankton suchen. Wie im Jellyfish Lake in Palau sind die Quallen ungiftig und für den Menschen harmlos. In den Mangrovenwäldern sind viele Vogelarten heimisch. Man trifft oft auf Pelikane, Flamingos, Stelzvögel, Kraniche und Fregattenvögel.

Hinweis: Auf dem Wasser ist man auch bei bedecktem Himmel der Sonnenstrahlung extrem stark ausgesetzt. Ein ausreichender Schutz durch Kleidung und Sonnencreme ist deshalb sehr wichtig.

Die 2-stündige Kajaktour beinhaltet eine einmalige Attraktion: Schnorcheln in der fantastischen Welt der Mangroven. Über der Wasseroberfläche wirkt alles grau und leblos. Erst beim Eintauchen offenbart sich eine farbenprächtige Unterwasserwelt aus Schwämmen, Quallen und Fischen. Man findet hier Barrakudas, Kugelfische, Kofferfische, Nadelfische und Schnapper.

Das Schnorcheln in den Mangrovenwäldern ist vollkommen ungefährlich, man benötigt auch keine Tauchschuhe. Damit an dem sensiblen Ökosystem kein Schaden angerichtet wird, darf man keine Tauchflossen verwenden.

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