Der Blaupunktrochen

Blaupunktrochen
Ein Blaupunktrochen auf der Suche nach Nahrung. Foto: © Daniel Wolfer

Sind Blaupunktrochen für Menschen gefährlich?

Mit ihren leuchtenden Punkten signalisieren Blaupunktrochen: „Vorsicht, komm mir nicht zu nahe.“ Allerdings sind sie nicht aggressiv, sondern eher scheu. Treibt man Blaupunktrochen in die Enge, schlagen die Tiere peitschenartig mit ihrem giftigen, stachelbewehrten Schwanz um sich. Das Gift ist zwar für Menschen nicht tödlich, seine Wirkung ist jedoch extrem schmerzhaft.




Wissenswertes über Blaupunktrochen

Der Blaupunktrochen trägt den wissenschaftlichen Namen Taeniura lymma und gehört zur Gattung der Fleckenstechrochen. Mit einer Länge von rund 70 Zentimetern weist der flache, linsenförmige Körper eine fast perfekte Kreisform auf. Blaupunktrochen haben einen spitz zulaufenden Schwanz, der ungefähr so lang ist wie ihr Körper. Damit können die Tiere kräftige Schläge ausführen. Zusätzlich ist der Schwanz mit zwei langen Giftstacheln ausgestattet, mit deren Hilfe bei einer Bedrohung Gift in den Körper eines Feindes gespritzt wird.

Die Oberseite des Körpers ist gelblich gefärbt mit leuchtend blauen Punkten, die dem Blaupunktrochen seinen Namen geben. Zum Schwanzende hin verdichten sich die Punkte zu blauen Farbstreifen. Die Färbung dient wahrscheinlich der Abschreckung potenzieller Gegner. Bei Gefahr können die Tiere die Intensität der Markierung verringern, um eine bessere Tarnung vor Fressfeinden zu gewährleisten. Die Unterseite des Körpers hat wie die Oberseite eine gelbliche Färbung und ist mit weißen Flecken versehen.

Blaupunktrochen sind typische Bewohner der Korallenriffe

Blaupunktrochen sind vor allem im Bereich des Indopazifiks verbreitet. Man findet sie in den tropischen Gewässern vom Roten Meer bis nach Australien und Japan. Sie bevorzugen sandige Plätze auf Plateaus oder in kleinen Höhlen der Korallenriffe, wo sie sich zur Tarnung eingraben. Blaupunktrochen sind in Meerestiefen bis zu 40 Metern anzutreffen. Häufig halten sie sich im flachen Wasser auf und lassen sich von der Sonne wärmen. In der Regel sind die Tiere Einzelgänger. Man trifft sie aber auch ab und zu in Gruppen an.

Der Stachel eines Blaupunktrochen ist giftig

Vorsicht: Der Stachel eines Blaupunktrochen ist giftig. Foto: © Daniel Wolfer

Auf ihrer Speisekarte stehen neben Garnelen, Krabben und Fischen auch Würmer. Die Tiere gehen in kleineren Gruppen vor allem nachts in flachen, sandigen Meeresbereichen auf Beutefang. Zu den Fressfeinden gehören vor allem Hammerhaie. Blaupunktrochen sind lebend gebärend (ovovivipar). Dabei verbleiben die befruchteten Eier im Körper des Weibchens bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Jungen schlüpfen. Die Schwangerschaft selbst dauert zwischen vier und zwölf Monaten. Ein Wurf besteht aus bis zu sieben Jungtieren mit einer Körperlänge von etwa 10 Zentimetern. Sie haben eine olivgraue Färbung mit einer schwarz-weiß-roten Musterung. Das Muster ist bei allen Blaupunktrochenjungen unterschiedlich.

Begegnung von Blaupunktrochen und Menschen

Gelegentlich kommt es zu Unfällen mit Blaupunktrochen. Betroffen davon sind in den meisten Fällen Badeurlauber und Schnorchler. Wer arglos im Wasser herumläuft, kann dabei leicht auf eines der Tiere treten, das sich im Sand eingegraben hat. Normalerweise sind Blaupunktrochen sehr scheu und greifen Menschen nicht an. Bei Gefahr verteidigen sie sich jedoch mit ihren Giftstacheln. Die großen und scharfen Stacheln fügen dem Opfer tiefe Wunden zu. Beim Schnorcheln im Flachwasser können dabei innere Organe verletzt werden. Das Gift des Blaupunktrochens ist für Menschen nicht tödlich. Jedoch besteht besonders bei Allergikern die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks. Der Stich ist zudem äußerst schmerzhaft.

Die weltweiten Bestände an Blaupunktrochen sind rückläufig. Einerseits liegt das an der allgemein dramatischen Situation vieler Korallenriffe. Zum anderen werden die Tiere als Speisefische und für die Aquaristik bejagt. Deshalb wurden Blaupunktrochen von der Weltnaturschutzunion (IUCN) in die Rote Liste der gefährdeten Arten aufgenommen. Die Gefährdung der Tiere wird dabei als gering eingeschätzt.

Video: Blaupunktrochen

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