Tauchen im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa

Nationalpark von Amerikanisch-Samoa - Ofu Beach

Nationalpark von Amerikanisch-Samoa - Ofu Beach. Foto: © Peter Craig - National Park Service

Unberührte Natur im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa

Der jüngste Nationalpark der USA liegt im amerikanischen Außengebiet von Amerikanisch-Samoa. Er erstreckt sich über drei einzigartige Vulkaninseln im Südpazifik: Tutuila, Taʻū und Ofu-Olosega. Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa mit seinen Regenwäldern, Korallenriffen und Sandstränden lädt zum Wandern, Schwimmen und Tauchen ein.

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Der ursprünglichste Nationalpark der USA

Im Jahre 1988 genehmigte der US-Kongress die Gründung eines Nationalparks auf den Pazifikinseln von Amerikanisch-Samoa. Der National Park Service pachtete 1993 das Land von den Gemeindeverwaltungen für die Dauer von 50 Jahren. Der Park umfasst insgesamt 5400 Hektar mit einer Fläche von 3600 Hektar, die von drei malerischen Inseln gebildet wird. Die restlichen 1800 Hektar bestehen aus Korallenriffen und unberührtem Ozean.

Die drei Inseln Tutuila, Taʻū und Ofu-Olosega sind vulkanischen Ursprungs. Sie befinden sich auf der pazifischen Platte in einem Gebiet von Hotspot-Vulkanismus. Im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa sind die Vulkane allerdings seit Jahrhunderten erloschen. Die größte der Inseln ist Tutuila mit einer Landfläche von 135 Quadratkilometern. Der Nordosten rund um den Hauptort Pago Pago ist gut erschlossen. Diese Gegend des Nationalparks ist die Einzige, die mit dem Auto befahrbar ist. Deshalb lockt sie auch die meisten Besucher an.

Nationalpark von Amerikanisch-Samoa – unberührte, wilde Natur

Auf die Insel Taʻū und die Doppelinsel Ofu-Olosega gelangt man nur von Tutuila aus mit dem Flugzeug. Hotels sucht man auf den Inseln vergeblich. Die meisten Unterkünfte gibt es in Privathäusern der einheimischen Bevölkerung. Alles Wissenswerte dazu erfährt man im Visitor Center in Pago Pago. Große Teile des Nationalparks sind unberührte, wilde Natur. Es gibt zwar einige Wanderwege, eine touristische Infrastruktur ist jedoch nicht gegeben. Weder Restaurants noch Geschäfte oder öffentliche Toiletten sind vorhanden.

Im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa sind insgesamt 35 Vogelarten zu Hause. Neugierige Beobachter entdecken mit etwas Glück die pazifische Königstaube, den kleinen Schuppenkopf-Honigfresser, den samoanischen Star oder die bunte Tonga-Fruchttaube. Auch die nachtaktive Pazifikboa und verschiedene Geckoarten sind hier beheimatet. Der außergewöhnlichste Bewohner ist der Samoa-Flughund. Auf Amerikanisch-Samoa kommen zwei Arten vor, die von der Bevölkerung pe’a voa und pe’a faunea genannt werden. Sie gelten als Hüter des Regenwaldes und sind besonders geschützt. Ausgewachsene Tiere haben eine Flügelspannweite von durchschnittlich 86 Zentimetern und wiegen bis zu 440 Gramm. Die Flughunde kommen in großer Zahl auf den Inseln des Nationalparks vor und sind wichtig für die Bestäubung der Pflanzen.

Von links nach recht: Ofu, Tutuila, Ta‘ū

Wandern auf Tutuila

Einer der beliebtesten Wanderwege (Trails) des Nationalparks von Amerikanisch-Samoa befindet sich auf der Insel Tutuila. Er führt durch das Grün der Regenwälder vorbei an atemberaubenden Aussichtspunkten hinauf auf den etwa 500 Meter hohen Mount Alava. Begleitet wird man auf der Wanderung vom Gezwitscher tropischer Vögel. Der Mount Alava fällt im Norden steil zur Küste ab. Auf seinem Gipfel findet man die Überreste einer Seilbahn aus dem Jahre 1965. Auf Tutuila gab es die weltweit einzige Einwegseilbahn, die Fernsehtechniker vom Hafen Pago Pagos auf den Gipfel transportierte. Der von ihnen errichtete Fernsehturm ist heute noch in Betrieb. Die Seilbahn wurde im Jahre 1991 durch den verheerenden Zyklon Val vollkommen zerstört und seitdem nicht wieder aufgebaut. Die Wanderung auf den Rainmaker Mountain bietet spektakuläre Ausblicke auf den Hafen. Der ehemalige Vulkan liegt in einer Höhe von 500 Metern und ist von einer vielfältigen Vegetation überwachsen.

Hinweis: Auf den pazifischen Inseln ist die Sonnenstrahlung sehr hoch. Deshalb sollte man beim Bergwandern auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Zusätzlich ist es wichtig, immer genügend Trinkwasser mitzunehmen.

Die zerklüftete Insel Taʻū

Die Insel Taʻū stellt den oberen Teil eines Schildvulkans dar, dessen Caldera im Meer verschwand. Der Lata Mountain, der höchste Berg von Amerikanisch-Samoa, wird vom Rand der Caldera gebildet. Der Gipfel ist fast 1000 Meter hoch und kann erwandert werden. Der Lata Mountain erstreckt sich bis an die raue Küste mit ihren imposanten Klippen. Ein besonderes Highlight ist der 300 Meter hohe Laufuti-Wasserfall. Auf Taʻū befindet sich auch die antike, heilige Stätte von Saua, die als einer der Geburtsorte der Polynesier gilt.

Die Korallenriffe von Ofu und Olosega

Die beiden Inseln Olosega und Ofu sind bei Sonnenanbetern wegen ihrer traumhaften Sandstrände beliebt. Sie bilden eine Doppelinsel, die durch die 70 Meter breite Asaga-Straße getrennt ist. Über eine Brücke gelangt man trockenen Fußes vom einen auf das andere Eiland. Die Schnorchel- und Tauchplätze von Ofu-Olosega gehören zu den beeindruckendsten im südpazifischen Ozean. Rund 900 Fischarten und mehrere Arten von Meeresschildkröten bevölkern die farbenprächtigen Korallenriffe. In den Sommermonaten kann man Buckelwale in den Gewässern von Amerikanisch-Samoa beobachten. Sie sind auf ihrer Reise von der Antarktis zu den Brutplätzen in der Südsee.

Video: Tauchen im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa

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