Flüssigkeitsatmung




Flüssigkeitsatmung beim Tauchen

Flüssigkeitsatmung ist ein experimentelles Verfahren der Tauchtechnik und Tauchmedizin. Wird das Verfahren der Flüssigkeitsatmung angewandt, geschieht der Gasaustausch in der Lunge nicht wie gewohnt über Luft oder per Atemgasgemisch, sondern das Gas wird über eine mit Sauerstoff angereicherte Flüssigkeit ausgetauscht.

Die Flüssigkeitsatmung könnte somit erfolgreiche Tieftauchgänge fördern. In Versuchen wurden mit Sauerstoff versetzte Perfluorcarbone (Carbon-Flüssigkeit) eingesetzt, in denen der Sauerstoff gelöst ist. Perfluorcarbone speichern Sauerstoff und Kohlendioxid, genau die Gase, die bei der Atmung ständig mit der Umgebung ausgetauscht werden. Diese Flüssigkeit wurde in die Lungen eingefüllt, was ein prinzipiell normales Atmen ermöglichte.

Der Vorteil liegt hierbei darin, dass die Lunge nicht mehr komprimiert werden kann, da sie bereits mit Flüssigkeit gefüllt ist. Dieses Verfahren wird nicht nur im Tauchsport, sondern auch in der Medizin angewandt, etwa bei schweren Lungenverletzungen. Jedoch bestehen Probleme bei der Anwendung, wie mögliche Lungenschäden, ein gestörter Druckausgleich im Mittelohr, der hohe Atemwiderstand der Flüssigkeit oder auch eine mögliche Toxizität des Sauerstoffs bei extrem hohen Partialdrücken, wenn sehr tief getaucht wird.

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