Internationale Umweltverbände verurteilen EU für Unterstützung des Walfangs in Grönland

Finnwal

Foto: © Tim Stenton

Walfang in Grönland

München/Portoroz, 16.09.2014: Mit der Präsentation eines Antragspaketes, das die Subsistenzwalfang-Quoten für Grönland/Dänemark betrifft, sabotiert die Europäische Union das weltweite Verbot des kommerziellen Walfangs. Walfleisch wird in Grönland zunehmend kommerzialisiert und ist in Restaurants oder Hotels erhältlich, obwohl es ausschließlich für Einheimische bestimmt sein sollte, die einen ernährungsbedingten oder kulturellen Bedarf am Walfang haben.

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Grönland ignoriert die Walfangquote der IWC

2012 hatte die EU Grönlands Antrag auf eine erhöhte Walfangquote noch abgelehnt, was die plötzliche Wendung zwei Jahre später noch unverständlicher macht. Obwohl die EU eine der strengsten Gesetzgebungen zum Schutz von Walen und Delfinen hat, ignoriert sie den seit 2013 von Grönland ohne IWC-Quote (und somit illegal betriebenen) Walfang. Nun stimmen die Mitgliedsländer für einen Antrag, der nicht nur das Moratorium untergräbt, sondern zudem direkt die Interessen lateinamerikanischer Gemeinschaften betrifft, die mit dem Angebot von Walbeobachtungstouren von der friedlichen Nutzung von Buckelwalen leben.

Buckelwale stehen in Grönland auf der Abschussliste

Die gleichen Buckelwale, die nun in Grönland auf der Abschussliste stehen, sind nach ihrer Wanderung in wärmere Gewässer lebendig ein Einkommensgarant für Gemeinden in der Karibik, die sich mit der Walbeobachtung eine Lebensgrundlage geschaffen haben.

Die folgenden Organisationen sprechen sich klar gegen diese Haltung aus und distanzieren sich von der Entscheidung, die auf der 65. Tagung der Walfang-Kommission getroffen wurde:

  • Campaign Whale (United Kingdom)
  • Centro de Conservación Cetácea (Chile y Brasil)
  • Cetacean Society International (CSI)
  • Comarino (México)
  • Eastern Caribbean Coalition for Environmental Awareness (ECCEA)
  • Fundación Cethus (Argentina)
  • Fundación Conservaré (Colombia)
  • Fundación Promar (Costa Rica)
  • Instituto Augusto Carneiro (Brasil)
  • Instituto de Conservación de Ballenas (Argentina)
  • International Marine Mammal Project of Earth Island Institute (USA)
  • Organización para la Conservación de Cetáceos (Uruguay)
  • Whale and Dolphin Conservation (WDC)
  • Whales Alive (Australia)
  • Wildlife Friends International (Netherlands)

Alle aktuellen Entscheidungen der IWC und entsprechende Zahlen/Fakten finden Sie hier.

Weitere Informationen:

WDC, Whale and Dolphin Conservation GmbH
Implerstraße 55
81371 München
Tel: +49 (0)89 6100 2393
Fax: +49 (0)89 6100 2394
E-Mail: kontakt@whales.org
Web: www.wdcs-de.org

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