Exklusiver Tauchgang zum Wrack der Titanic

Wrack Titanic
Tauchabenteuer mit Gruselfaktor. Foto: © Sceenshot Youtube -The History Channel

Mit dem Forschungs-U-Boot in 4.000 Meter Tiefe

Zahlungskräftige Taucher können ab Mai 2018 der legendären Titanic einen Besuch abstatten. Das Wrack des berühmten Passagierschiffs fand seine letzte Ruhestätte auf dem Grund des Nordatlantiks in einer Tiefe von rund 4.000 Metern. Der Reiseveranstalter Blue Marble Private aus London führt die exklusiven Tauchgänge mit einem speziellen Forschungs-U-Boot durch. Der Preis dürfte allerdings für die meisten Sporttaucher unerschwinglich sein: Das einwöchige Paket mit einem Tauchgang kostet satte 100.000 Euro.




Auf den Spuren des Filmemachers James Cameron

Mehr als ein Jahrhundert nach der Katastrophe ist der Luxusdampfer RMS Titanic immer noch nicht aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. James Camerons Spielfilmdrama „Titanic“ aus dem Jahre 1997 mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet lockte weltweit ein Millionenpublikum in die Kinos. Demnächst können interessierte Taucher das weltbekannte Schiffswrack in 4.000 Meter Tiefe mit eigenen Augen sehen. Der in London ansässige Reiseveranstalter Blue Marble Private kündigte an, ab Frühjahr 2018 Touren an den Unglücksort zu unternehmen. Kleine Gruppen von jeweils neun Gästen können an der achttägigen Tauchexpedition teilnehmen.

Das Abenteuer beginnt in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Von der Hauptstadt St John’s geht es mit einem Wasserflugzeug oder dem Hubschrauber direkt zum Tauchspot. Die Gäste werden für rund eine Woche an Bord des Trägerschiffs Akademik Keldysh einquartiert. Die Akademik Mstislaw Keldysh ist ein russisches Forschungsschiff, das für professionelle Untersuchungen in der Tiefsee ausgerüstet ist. Die erfahrene Crew des P.P. Shirshov Institute of Oceanology of the Russian Academy of Sciences besteht aus Technikern und Wissenschaftlern, die seit 17 Jahren gemeinsam Tiefseeexpeditionen auf der ganzen Welt durchführen. An Bord des Trägerschiffs befinden sich die beiden baugleichen Forschungs-U-Boote Mir 1 und Mir 2, die sich für Einsätze in Meerestiefen von mehreren Tausend Metern eignen. Im Jahre 1996 charterte James Cameron die Akademik Keldysh und verwendete das Filmmaterial in seinem oscarprämierten Spielfilm.

Wrack Titanic Tauchen

Bisher haben nur wenige Menschen das Wrack mit eigenen Augen gesehen. Foto: © Sceenshot Youtube – The History Channel

Link: The History Channel

Durchführung der Titanicexpedition

Die ersten beiden Tage dienen der Akklimatisierung. Die Tauchgäste erhalten dabei wichtige Informationen zum Arbeitsablauf an Bord der Akademik Keldysh. Wer die Crew persönlich unterstützen möchte, hat die Möglichkeit, an Briefings teilzunehmen und der Mannschaft bei der Tauchgangsplanung, dem Einsatz des Sonars sowie des Unterwasser-Navigationssystems zu helfen. Vom dritten bis zum sechsten Tag heißt es dann: Abtauchen. Wenn das Wetter und die Strömungsverhältnisse mitspielen, klettern bis zu drei Passagiere an Bord des Forschungs-U-Boots aus Titan und Kohlefasern. Begleitet von einem Piloten sowie einem Tiefseeexperten tauchen die Gäste hinab zum Wrack der Titanic. Nach Angaben des Reiseveranstalters soll das U-Boot über das Deck schweben und dabei sogar einen Blick auf die berühmte, große Treppe erlauben, die allen Kinobesuchern mit Sicherheit im Gedächtnis geblieben ist. Abhängig von den Wetterbedingungen kann der Tauchgang während des gesamten Tages bis zum Einbruch der Dunkelheit durchgeführt werden. Von den Gästen wird erwartet, dass sie bei der Mission engagiert mitwirken und auch kleinere Aufgaben übernehmen.

Bei den Tauchgängen zum Wrack der Titanic kommt dem Sicherheitsaspekt eine besondere Bedeutung zu. Anhand verschiedener Vorträge, Diskussionen sowie spezieller Briefings mit Wissenschaftlern lernen die Teilnehmer Schwierigkeiten und Probleme kennen, die bei Tiefseeexpeditionen auftreten können. Am letzten Tag erfolgt eine Abschlussbesprechung, bevor die Gruppe die Rückreise nach Neufundland antritt.




Untergang der Titanic

Am 10. April 1912 verließ die RMS Titanic den englischen Hafen Southhampton und nahm Kurs auf New York. Am 14. April kollidierte das 270 Meter lange Passagierschiff in der Nacht so unglücklich mit einem Eisberg, dass es wie von einem riesigen Dosenöffner seitlich aufgeschlitzt wurde. Da die Pumpen das eindringende Wasser nicht schnell genug entfernen konnten, nahm das Schicksal seinen Lauf: Das angeblich unsinkbare Schiff sank am 15. April 1912 und riss mehr als 1.500 Menschen mit sich in den Tod. Obwohl die Titanic mehr Rettungsboote an Bord hatte als gesetzlich vorgeschrieben, reichten sie nicht einmal für die Hälfte der Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Tauchabenteuer mit Gruselfaktor für zahlungskräftige Kunden

Zum ersten Mal seit 2005 finden ab nächstem Jahr wieder exklusive Touren zur Titanic statt. Sehr wenige Menschen haben das Wrack bisher mit eigenen Augen gesehen. Wenn die Expedition erfolgreich verläuft, wird das Paket voraussichtlich auch im Sommer 2019 von der Firma Blue Marble Private angeboten. Wegen der aufwendigen Durchführung der Reise und der wenigen verfügbaren Plätze ist der Preis für die Tauchexpedition extrem hoch: Pro Person kostet die Tour rund 100.000 Euro. Inflationsbereinigt entspricht dieser Betrag in etwa einem Ticket der 1. Klasse für die Jungfernfahrt der RMS Titanic im Jahre 1912. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen.

Nur wenige Menschen auf der Welt werden sich dieses außergewöhnliche Abenteuer mit Gruselfaktor leisten können. Wer zu den Privilegierten gehören möchte, kann ab sofort sein Tauchpaket Titanic reservieren. Weitere Informationen dazu gibt es auf http://www.bluemarbleprivate.com/insight/dive-the-titanic.

Video: Die Titanic Neue Erkenntniss

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