Bootstauchen – Tipps und Regeln an Deck eines Tauchbootes

Bootstauchgang

Ein gutes Zusammenspiel von Bootscrew und Tauchgästen ist sehr wichtig. Foto: © Kzenon - Fotolia.com

Worauf man an Deck eines Tauchboots achten sollte

Bootstauchen gehört zu den angenehmsten Möglichkeiten, seinem faszinierenden Hobby nachzugehen. Man gelangt schnell zu vielen verschiedenen Tauchspots, ohne seine Ausrüstung weit schleppen zu müssen. Tauchboote haben jedoch eigene Regeln, die man als Taucher unbedingt beachten sollte.

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Ein gutes Zusammenspiel von Bootsbesatzung und Tauchern

Jede Tauchbasis stellt spezielle Regeln für das Verhalten auf einem Tauchboot auf. Die Taucher werden bei der ersten Ausfahrt darauf hingewiesen und sollten sich streng daran halten. Die folgenden acht Tipps gelten auf allen Booten. Sie erhöhen die Sicherheit und Effektivität an Bord und ermöglichen ein gutes Zusammenspiel von Crew und Tauchgästen.

1. Den Anordnungen der Bootsbesatzung Folge leisten

Die Bootscrew ist ein eingespieltes Team, das sich blind versteht. Der Betrieb an Bord läuft organisiert und reibungslos ab. Die erste Regel auf einem Tauchboot lautet deshalb: Alle Anweisungen der Crew sind genau zu befolgen. Ob man selbst eine andere Vorstellung von den Abläufen hat oder, ob das Ganze auf anderen Booten unterschiedlich gehandhabt wird, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Wer sich nicht an die Regeln hält, stört den Betrieb und macht sich bei der Bootsbesatzung und den anderen Tauchgästen unbeliebt.

Die Crew ist mit der Situation vor Ort vertraut und kennt sich mit Strömung, Wellengang und Wetterverhältnissen aus. In der Regel muss ein strenger Zeitplan eingehalten werden. Neben den Anweisungen für die einzelnen Tauchgänge ist es wichtig, auch die speziellen Anordnungen unbedingt zu befolgen. Dazu zählen unter anderem: Ein- und Ausstieg, Verstauen von Gepäck, Verhalten bei Notfällen, Regeln zur Toilettenbenutzung, Anlegen der Tauchausrüstung und Herumlaufen auf dem Deck.

2. Nicht im Weg herumstehen

Wer gerade nichts Besonderes zu tun hat, sollte sich in den ausgewiesenen Bereichen für Tauchgäste aufhalten. Am besten setzt man sich auf einen Platz am Esstisch oder auf dem Sonnendeck. Es ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch gefährlich werden, wenn Gäste im Weg herumstehen. Besatzung und Kapitän benötigen vor allem beim An- und Ablegen freie Sicht und müssen sich unter Umständen schnell auf dem Boot bewegen.

3. Die eigene Ausrüstung zusammenhalten

In der Regel weist die Crew jedem Gast einen eigenen Platz für die Tauchausrüstung zu. Jeder sollte darauf achten, dass alle Ausrüstungsteile dort möglichst platzsparend gelagert werden. Häufig erhalten die Gäste eine Kiste, die mit ihrem Namen versehen ist. Dadurch sieht jeder auf den ersten Blick, wem die Ausrüstung gehört und wo man sie an- und auszieht. Nach dem Tauchgang sollte man das Equipment möglichst gut verstauen. Dazu ist es sinnvoll, sich eine bestimmte Routine anzugewöhnen, in welcher Reihenfolge man Tauchcomputer, Maske, Flossen usw. verpackt. Das Blei gehört auf den Boden, damit es niemandem auf die Füße fällt. Für Handtücher, Kameras und Rucksäcke ist meistens ein spezieller Trockenbereich vorhanden.

Die eigene Ausrüstung zusammenhalten

Die eigene Ausrüstung auf einem Safariboot zusammenzuhalten ist nicht immer einfach.
 Foto: © themorningglory – Fotolia.com

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4. Nur so viel Gepäck wie unbedingt nötig mitnehmen

Auf Tauchbooten gibt es normalerweise nur wenig Platz. Für das Gepäck gilt deshalb: Weniger ist mehr. Wer einen Tagesausflug macht, braucht neben der Tauchausrüstung nur wenige persönliche Dinge. Normalerweise genügt eine Sonnenbrille, eine Mütze, ein Handtuch, Sonnencreme, eine Jacke, die Kamera sowie etwas Bargeld. Je nach Verpflegung an Bord ist etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen sinnvoll. Auch bei einer mehrtägigen Tour auf einem Safariboot sollte man nur so viel Gepäck mitnehmen, wie unbedingt nötig ist. Ein größerer Trolley lässt sich an Bord schlecht unterbringen und nimmt viel Platz weg.

5. Die Gepäckstücke sicher verstauen

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Tauchbooten. Manche sind zum Teil offen, andere hingegen ganz geschlossen. Jeder Tauchgast muss damit rechnen, dass sein Gepäck Wind, Wetter beziehungsweise Salzwasser ausgesetzt ist. Deshalb sollte man nichts ungeschützt herumliegen lassen. Das Handtuch gehört in den Rucksack. Wenn es nass ist, kann man es zum Trocknen verknotet aufhängen. Tauchmaske, Computer, Kamera und andere Kleinteile sollten immer sicher untergebracht werden. Manche Tauchboote haben dafür Haken oder Netze. Das ist allerdings nicht immer der Fall. Einen wasserdichten Packsack oder einen kleinen Rucksack sollte deshalb jeder Taucher mitnehmen.

6. Beim Briefing konzentriert zuhören

Normalerweise wird vor jedem Tauchgang ein Briefing durchgeführt. Der Dive Leader erläutert dabei den Ablauf des Tauchgangs und die Besonderheiten des Tauchspots. Zusätzlich werden die Tauchpartner eingeteilt und die Vorbereitung an Deck sowie die Unterwasserzeichen besprochen. Wichtig ist, genau zuzuhören und bei Unklarheiten noch einmal nachzufragen.

7. Anlegen der Tauchausrüstung – auf das richtige Timing achten

Auf jedem Tauchboot gelten andere Regeln für das Anziehen der Tauchausrüstung. Man sollte nicht auf eigene Faust viel zu früh damit beginnen. Manche Taucher brauchen etwas länger für das Prozedere. Deshalb ist es verlockend, vor allen anderen mit dem Anlegen der Ausrüstung zu beginnen. Jeder Tauchgast sollte unbedingt auf die Ansagen der Crew achten. Manchmal wird schon vor dem Einstieg in das Schlauchboot der Neoprenanzug angezogen. In anderen Fällen dauert die Ausfahrt zu lange und die gesamte Ausrüstung wird erst unmittelbar vor dem Tauchgang angelegt.

In den meisten Fällen werden die Tauchflaschen während der Fahrt oder kurz vor der Ankunft am Tauchplatz fertiggemacht. Der Tauchanzug wird erst kurz vor dem Tauchgang angezogen. Auf kleinen Booten oder bei starkem Wellengang ist das richtige Timing besonders wichtig. Manchmal legen die Buddy-Gruppen nacheinander ihre Ausrüstung an. Jeder sollte sich nach dieser Einteilung richten und den anderen Platz machen.

8. Anderen Tauchern helfen, wenn es nötig ist

Tauchen ist auch ein Teamsport. Deshalb sollte man auf Tauchbooten nicht vergessen, den anderen Tauchern bei Bedarf zu helfen. Jeder freut sich über eine kleine Hilfestellung beim An- und Ausziehen des Tauchanzugs oder des Tarierjackets. Hilfsbereitschaft beim Anreichen von Ausrüstungsteilen oder beim Laufen über das Deck bei starkem Wellengang sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

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