Tauchen in Palau

Die Rock Islands - Südsee-Atolls Palau

Foto: © optionm - Fotolia.com

Tropische Inselgruppe im Blau des Pazifischen Ozeans

Palau ist ein isolierter Archipel mit mehreren Hundert Atollen aus Korallenkalk, die sich nur wenige Meter über den Meeresspiegel erheben. Die ehemalige deutsche Kolonie bietet ein Tauchgebiet, das weltbekannt ist für seine unglaubliche marine Vielfalt. Sogar der legendäre Jacques Cousteau machte eine Liebeserklärung an Palau: “Die Steilwände von Ngemelis Island sind das Beeindruckendste, was ich je auf dem Globus gesehen habe”.

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Eine Perle im Pazifik

Mitten im endlosen Pazifischen Ozean liegt Palau 800 Kilometer östlich der Philippinen. Geografisch ist die Inselgruppe ein Teil von Mikronesien. Palau besteht aus 356 Inseln, von denen nur 11 bewohnt sind. Aus der Vogelperspektive betrachtet, bilden die Inseln exotische, grüne Flecken in den blauen Weiten des Meeres.

Die ehemalige deutsche Kolonie gehört nicht zu Mikronesien, sondern ist seit Oktober 1994 wieder ein eigenständiger Staat. Koror, die ehemalige Hauptstadt Palaus, liegt auf der 11 Quadratkilometer großen Insel Koror. Hier befindet sich auch das wirtschaftliche Zentrum des Inselstaats mit den meisten Tauchbasen und Hotels. Im Jahre 2006 entstand auf der Hauptinsel Babelthuap die neue Hauptstadt Melekeok.

Palau – ein Paradies für Taucher

Aufgrund seiner isolierten Lage konnte sich in Palau eine faszinierende Artenvielfalt entwickeln, wie man sie nur in wenigen Tauchgebieten der Erde findet. Die klaren, tropischen Gewässer sind berühmt für ihre atemberaubenden Steilwände, die direkt unterhalb der Wasseroberfläche beginnen. Eine schillernde Unterwasserwelt mit etwa 700 Korallen- und mehr als 1500 Fischarten wartet darauf, entdeckt zu werden. Die meisten Tauchgänge an den mehr als 60 Plätzen sind Strömungs-/Difttauchgänge. Sie führen am Außenriff entlang der Plateaus, der Steilwände und der geschützten Korallengärten mit ihren farbenprächtigen Hart- und Weichkorallen.

Auch für Wracktaucher bietet Palau einmalige Gelegenheiten. Zwischen Japanern und Amerikanern war die Inselgruppe im Zweiten Weltkrieg hart umkämpft. Auf dem Meeresgrund befinden sich viele, zum großen Teil noch intakte Schiffs- und Flugzeugwracks.

Palau ist das größte Haischutzgebiet der Erde

Bei so gut wie jedem Tauchgang trifft man garantiert auf Haie: Schwarzspitzen- Weißspitzen- und Grauriffhaie, Hammerhaie, Leopardenhaie sowie manchmal sogar Bullenhaie. Seit dem Jahre 2009 sind sie streng geschützt. Palau war auf der Welt das erste Schutzgebiet für Haie und ist noch immer das umfangreichste. Die beeindruckenden Raubfische sind hier dermaßen selbstverständlich, dass Taucher irgendwann damit aufhören, sie zu zählen.

Die Begegnung mit Großfischen ist in Palau vollkommen normal. Barrakuda-Schulen patrouillieren regelmäßig die Plateaus. Oft begegnet man bei Tauchgängen riesigen Napoleons und Büffelkopfpapageifischen. Auch die fast ausgestorbenen Dugongs kommen hier gelegentlich vor.

Schnorcheln im Jellyfish-Lake

Eine besondere Attraktion Palaus ist der legendären Jellyfish-Lake, in dem Millionen der harmlosen Mastigias-Quallen siedeln. Dieser geheimnisvolle See auf der Insel Eil Malk lädt zum Schnorcheln ein. Das Biotop ist sehr empfindlich. Deshalb ist ein Tauchen mit Atemgeräten nicht erlaubt.

Der Jellyfish-Lake befindet sich in einem Tropenwald und wirkt von außen eher wie ein düsterer Gartenteich. Direkt unterhalb der Wasseroberfläche leben die apfelgroßen, bernsteinfarbenen Nesseltiere. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch einen lebenden Quallenteppich zu schwimmen. Manche Taucher kostet es zunächst einige Überwindung. Die Tiere haben jedoch keine giftigen Nesseln, sodass die Begegnung für den Menschen vollkommen ungefährlich ist. Die Quallen selbst sind hingegen sehr verletzlich und sollten deshalb mit größter Vorsicht behandelt werden.

Jellyfish Lake, Palau

Foto: © frantisek hojdysz – Fotolia.com

Palau Reiseinformationen

Das Klima in Palau ist das ganze Jahr über sehr angenehm. Die Lufttemperatur schwankt zwischen 23 und 32 Grad. Die Wassertemperaturen erreichen tropische 31 Grad. Fast täglich gibt es Regenschauer. Die trockenste Zeit ist von Februar bis April.

Von Deutschland aus gibt es keinen Direktflug nach Palau. Besucher gelangen auf den Archipel entweder mit China Airlines über Taipeh/Taiwan oder mit Korean Air über Seoul/Incheon. Weitere Informationen gibt es bei der Palau Visitors Authority, Kaiserstraße 47, 60329 Frankfurt (Tel.: 069/24 24 89 78).

 

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