Selbständig auf Mallorca: der Traum von der eigenen Tauchschule

Selbständig mit der eigenen Tauchschule

Für angehende Tauchschulen-Besitzer ist die Sonneninsel ein gutes Pflaster. Foto: © RICO - Fotolia.com

Mallorcas Status als Urlaubsparadies liegt nicht zuletzt an den vielen tollen Tauchmöglichkeiten. Für angehende Tauchschulen-Besitzer ist die Sonneninsel also ein gutes Pflaster – allerdings nur, wenn sie bereits im Vorfeld an alle Eventualitäten denken.

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Diese Ausstattung benötigt eine Tauchschule

So verlockend der Gedanke an die eigene Tauchschule auf Mallorca auch ist, so lang ist die Liste an benötigter Hardware. Schon eine spontane Auflistung zeigt, wie umfangreich eine gute Tauchschule ausgestattet ist:

  • Immobilie: Jede Tauchschule benötigt eine Basis. In dieser befindet sich das Büro, außerdem finden dort der Kundenkontakt sowie der Unterricht statt. Die Größe hängt von der Lage und der damit zu erwartenden Kundenzahl ab.
  • Grundausstattung: Die Basis benötigt in jedem Fall Kompressoren, mit denen die Flaschen täglich neu befüllt werden. Außerdem sollte die Tauchschule Tauchkleidung und –ausrüstung wie Masken, Schnorchel, Flaschen und Neoprenanzüge verleihen, da viele Urlauber ihr eigenes Equipment nicht dabei haben. Anfänger besitzen meistens nicht einmal eine eigene Ausrüstung. Duschen und Süßwassertonnen sind ebenfalls empfohlen, da sie die Lebensdauer der Ausrüstung verlängern.
  • Schulische Ausstattung: Da in der Tauchschule auch der Unterricht stattfindet, benötigt man entsprechende Räume. Dort sind Technikgeräte wie Videoprojektoren ebenfalls Standard.
  • Boot: Die meisten Tauchbasen besitzen ein eigenes Boot, mit denen die Tauch-Spots angefahren werden. Da das Boot relativ viele Menschen inklusive schwerer Tauch-Ausrüstung transportieren muss, reicht ein kleines günstiges Boot nicht aus. Große Schlauchboote mit einer Länge von mindestens sieben oder acht Metern und einem leistungsstarken Außenbordmotor sind deswegen die Regel.

Es stehen also nennenswerte Kosten an. Dass sich dieses Investment auf Mallorca lohnen kann, steht dank der vielen Tauchgebiete außer Frage; dennoch ist es eine Hürde, die viele Unternehmer abschreckt. Dazu kommen die vielen Formalitäten und Behördengänge, wie im Folgenden gezeigt.

Tauchschule auf Mallorca eröffnenEine Tauchschule auf Mallorca zu eröffnen kann sich durchaus lohnen. Foto: © istock.com/Global_Pics

Unvermeidbar: Viele Formalitäten stehen an

Gerade wegen der hohen Kosten müssen angehende Tauchschulen-Besitzer an die finanzielle Sicherheit denken. Teilweise führt daran ohnehin kein Weg vorbei: So ist die Bootsversicherung Pflicht, da Boote genau wie Autos zu den Kraftfahrzeugen gehören und als solche eine gesetzliche Pflichtversicherung benötigen. Die Art des Boots spielt dabei keine Rolle. Experten raten, den Versicherungsnachweis bei jeder Ausfahrt im Original mitzuführen. Ebenfalls benötigt werden eine berufliche Haftpflichtversicherung für den Besitzer sowie Versicherungen für die Tauchbasis.

Außerdem ist zu beachten, dass die spanischen Behörden entgegen aller Klischees genauso gründlich vorgehen wie die deutschen. Das bedeutet: Zunächst benötigen Sie eine Genehmigung, um die Tauchschule überhaupt gründen zu können. Ein Business Plan ist dabei sehr hilfreich. Und nicht zu vergessen: Die Tauchschule muss hinsichtlich der Sicherheit ganz bestimmte Kriterien erfüllen. Auch die Eignung des Gründers spielt dabei eine Rolle. Tauchschulen-Gründer sollten also genug Zeit, Geld und Geduld mitbringen, um ihren Traum anzugehen.

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