Valsalva-Versuch

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Was ist der Valsalva-Versuch?

Der Valsalva-Versuch, benannt nach Antonio Maria Valsalva, beschreibt ein medizinisches Verfahren zur Druckerhöhung im Nasen-Rachen-Raum und Brustkorb.

Die Anwendungsgebiete sind: Überprüfung des Barorezeptorenreflex, Belüftung des Mittelohrs, Untersuchungen von Beinvenen mit Ultraschall, Normalisierung der Schlagzahl des Herzens bei Patienten mit Herzrasen. Bei der Anwendung des Valsalva-Versuchs atmet der Proband kräftig aus und hält sich dabei für ca. 10 Sekunden die Nase zu bei gleichzeitig geschlossenem Mund.

Zur selben Zeit sind Atemmuskulatur und Bauchmuskulatur angespannt. Durch dieses Vorgehen wird der Luftdruck in den Luftwegen durch Verschließen der Atemwege und Anspannung der Atemmuskulatur erhöht. Der Versuch dient auch der Überprüfung der Herzfunktion.

Ist der Patient gesund, sinkt der Blutdruck während des Versuchs nur minimal an, liegt dagegen eine Herzinsuffizienz vor, kommt es zu einem merklichen Blutdruckabfall. Der Valsalva-Versuch, auch Valsalva-Pressdruck-Versuch oder Valsalva-Manöver genannt, ist vielen als gängige Methode des Druckausgleichs bekannt, etwa bei spürbarem Druck auf den Ohren beim Tauchen, nach einem Flug oder bei einer Seilbahnfahrt.

 

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