Ras Mohammed Nationalpark

Ras Mohammed Nationalpark

Tauchparadies Ägypten – der Ras Mohammed Nationalpark. Foto: © Diana Linek - pixelio.de

Tauchparadies Ägypten – der Ras Mohammed Nationalpark

An der Südspitze der Sinaihalbinsel befindet sich der Ras Mohammed Nationalpark in unmittelbarer Nähe zum bekannten Touristenort Sharm el Sheikh. Er ist berühmt für seine Unterwasserlandschaften und die unglaubliche Artenvielfalt. Die Korallenriffe haben ein Alter von 70000 Jahren und gehören zu den besten Tauchgründen der Welt.

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Das versteckte Naturwunder in Ägypten

Ras Mohammed liegt im Süden der Sinaihalbinsel und ist 20 Kilometer von der ägyptischen Touristenhochburg Sharm el Sheikh entfernt. Der höchste Fels am südlichen Ende des Kaps ähnelt einem menschlichen Kopf. Einheimische Fischer gaben ihm aus diesem Grunde den Namen Ras Mohammed (Kopf von Mohammed). Im Jahre 1983 wurde zum Schutz der einzigartigen Unterwasserwelt der Nationalpark „Ras Mohammed Marine Protected Area“ gegründet. Er weist eine Fläche von insgesamt 500 Quadratkilometern auf.

Wenn man zum allerersten Mal den Ras Mohammed Nationalpark besucht, ist anfangs die Enttäuschung groß. Aufgrund der hohen Temperaturen und der geringen Niederschlagsmengen wachsen hauptsächlich Akazien und Doumpalmen in der kargen Wüstenlandschaft. Im Südwesten des Naturschutzgebietes findet man auch Mangroven. Die überwältigende Schönheit liegt unter der Oberfläche des Roten Meeres: glasklares, tiefblaues Wasser, farbenfrohe Korallen und riesige Schwärme schillernder Fische. Mehr als 200 Korallenarten, 1000 Fischarten, über 100 Weichtierarten, 150 Krebstierarten, 40 Arten von Seesternen und 25 Arten von Seeigeln sind im Ras Mohammed Nationalpark beheimatet. Sogar die Grüne Meeresschildkröte und die Echte Karettschildkröte werden hier regelmäßig beobachtet.

In Ras Mohammed findet man bei genauerem Hinsehen auch außerhalb des Wassers einige Tierarten. Mit etwas Glück entdeckt man den Roten Wüstenfuchs, den Syrischen Steinbock oder die Dorkasgazelle. Seeadler, Reiher, Seeschwalben und Möwen können ebenfalls beobachtet werden. Im September/Oktober sowie im April/Mai überqueren Tausende von Weißstörchen die Sinaihalbinsel auf ihrem Hin- und Rückweg von Europa nach Ostafrika. Wer mehr über das sensible Ökosystem und seinen Schutz erfahren möchte, kann im Informationszentrum inmitten des Ras Mohammed Nationalparks an einer Videovorführung teilnehmen. Dort befindet sich auch das meeresbiologische Forschungszentrum.

Tauchen im Ras Mohammed NationalparkRas Mohammed Nationalpark. Foto: © Mark Doherty – Fotolia.com

Tauchen im Ras Mohammed Nationalpark

Die Tauchgründe des Ras Mohammed Nationalparks zählen zu den schönsten der Welt. Das Shark Reef befindet sich direkt an einer Steilwand und ist wegen seiner faszinierenden Unterwasserlandschaften der bekannteste Tauchplatz des Roten Meeres. Es ist ein unglaubliches Gefühl, über die Kuppe zu gleiten und dann plötzlich in einen 800 Meter tiefen Abgrund zu blicken. Durch den hohen Sauerstoffanteil im Wasser ist die Vielfalt an Fischen und Korallen extrem groß. Tauchern bietet sich mit den riesigen Makrelen-, Barrakuda- und Fledermausfischschwärmen ein unvergesslicher Anblick. Besonders am frühen Morgen kann man die Farbenpracht genießen, ohne von anderen Gruppen gestört zu werden. Nicht unterschätzen sollte man allerdings die oft unberechenbaren Strömungen am Shark Reef.

Am Tauchspot Jackfish Alley gibt es zwei kleine, bewachsene Grotten, durch die man hindurchtauchen kann. Spektakulär sind dabei vor allem die Lichteffekte. Wegen der starken Strömungen ist das Erlebnis jedoch nur erfahrenen Tauchern vorbehalten. Die Bezeichnung Jackfish Alley (Makrelenallee) stammt von der großen Sandstraße, die zwischen zwei Riffen liegt. Besonders Makrelen und andere Raubfische halten sich häufig hier auf. Neben Drückerfischen und Blaupunktrochen wurden schon Weißspitzenriffhaie gesichtet. Im Winter ziehen sogar Manta-Rochen ihre Kreise.

Das Yolanda-Riff erhielt seinen Namen von einem zypriotischen Frachter, der Anfang April 1980 auf Grund lief und sank. In den ersten Jahren ragte das Schiff zum Teil aus dem Wasser heraus. Das Wrack verschwand jedoch nach einem starken Seesturm in den Tiefen des Meeres. Die Ladung ist noch heute über das Riff verteilt: Toilettenschüsseln, Kisten, Container und sogar ein BMW. Sie dienen als Lebensraum für Malabar-Zackenbarsche, Füsiliere, Einfleckschnapper und Napoleonlippfische.

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