Der Tauchsport und seine Tücken

Tiefenrausch

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Welche Probleme können beim Tauchsport vorkommen?

So faszinierend der Tauchsport für viele Menschen auch ist, sollte nicht unterschätzt werden, dass es sich dabei um eine sehr anspruchsvolle Sportart handelt, bei der unter Wasser starke Kräfte auf den menschlichen Körper einwirken. Für jeden Taucher ist dies eine enorme Belastungsprobe. Oft treten Taucherkrankheiten auf, eine davon ist der sogenannte Tiefenrausch.

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Im Rausch der Tiefe

Wann es bei einem Taucher zum Tiefenrausch kommt, ist nicht immer eindeutig zu sagen. Jeder reagiert anders, die Auswirkungen von Tauchgängen können sich von Person zu Person unterschiedlich äußern.
Wie es jedoch zu diesem „Rauschzustand“ kommt, der durchaus mit den Auswirkungen von übermäßigem Alkoholgenuss verglichen werden kann, ist bekannt. Erfolgt ein Tauchvorgang mit Pressluft, besteht die Gefahr, dass der Stickstoffgehalt im Blut zu hoch wird. Stickstoff lagert sich insbesondere im Gehirn ein und dies führt dann leicht zu dem Zustand, was Taucher als Tiefenrausch bezeichnen, da der Stickstoff eine narkotische Wirkung hat. Er löst sich in fetthaltigen Bestandteilen der Zellmembran, daher ist das Gehirn mit seinem sehr gut durchbluteten Gewebe schnell betroffen. Synapsen sind in ihrer Tätigkeit beeinträchtigt und auch die Nervenimpulse werden nicht mehr vollständig weitergeleitet.

In die Gefahr eines Tiefenrausches kann jeder Taucher kommen, wirklich schützen kann man sich nicht davor. Besonders gefährlich wird es, je tiefer getaucht wird. Denn mit zunehmender Tiefe steigt auch der Partialdruck, sprich, der anteilsmäßige Druck des Stickstoffes in der Luft, die dem Taucher zur Verfügung steht. Wie intensiv sich der Tiefenrausch auswirkt, bzw., ob es überhaupt zu einem solchen kommt, hängt jedoch maßgeblich auch von unterschiedlichen Faktoren ab, wie vom körperlichen und psychischen Zustand des Tauchers.

Auf den eigenen Körper achten

Auch wenn sich der Tiefenrausch nicht vermeiden lässt, können doch Symptome erkannt werden. Wer mit einem Partner taucht, sollte auf dessen Verhalten achten und wenn nötig, den Tauchvorgang abbrechen. Die Symptome sind nie eindeutig. Auf einen Tiefenrausch kann jedoch hindeuten, wenn sich das Hörgefühl verändert, Panikgefühl oder Orientierungslosigkeit auftreten oder festgestellt wird, dass der Tauchpartner etwa zu langsam oder auch zu überschwänglich reagiert.

Hinweis: Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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